Die Anfänge: Ein Gedanke wird zur Bewegung.
1807/1812: Erste liberale Reformen in Preußen: Abschaffung der Leibeigenschaft, Gewerbefreiheit, Judenemanzipation, Heeres- und Universitätsreformen (v. Stein, v. Hardenberg, v. Humboldt)
1832: Beim Hambacher Fest bekennen sich 25.000 Menschen zu den Forderungen der Liberalen nach Freiheit und nationaler Einheit.
1847: Liberale beschließen in Heppenheim ein Programm, das die Einigung Deutschlands und eine bessere Vertretung des Volkes fordert. Es stellte die Notwendigkeit der deutschen Einigung in Freiheit und politischer Gleichberechtigung in den Vordergrund, ein Programm, das im Gespräch mit den Regierenden, nicht – wie das Offenburger Programm – durch revolutionären Umsturz zu realisieren sei.
Der "Halbe Mond", das Tagungslokal der Heppenheimer Versammlung. Stahlstich um 1840 von E. Grünewald und G. Lambert.
Bild: Museum Heppenheim
1848: Bürgerliche Revolution: Liberale Reformgesetze werden erlassen. Die Liberalen verfügen über die absolute Mehrheit in der ersten Deutschen Nationalversammlung, die mit der Verfassung von 1849 einen großen Schritt zur Einheit in Freiheit gehen will, in den Folgejahren aber am Widerstand der Reaktion scheitert.
1861: Mitglieder des Nationalvereins und der Berliner Demokraten gründen die erste moderne politische Vereinigung: die Deutsche Fortschrittspartei
1866: Erste Spaltung des organisierten deutschen Liberalismus in Links- und Nationalliberale. Letztere unterstützen als stärkere Partei im Reichstag Bismarcks Politik, zu der die Linksliberalen in Opposition stehen.
1880-1900: Spaltung und Parteineugründung sowie zunehmende politische Machtlosigkeit kennzeichnen den deutschen Liberalismus.
1896: Gründung des Nationalsozialen Vereins durch Friedrich Naumann. Er fordert vom Staat die Übernahme sozialer Verpflichtungen und plädiert für ein demokratisches Kaisertum.
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