Buckau – besser als sein Ruf
Bereits 937 wurde Buckau unter dem Ortsnamen Buchuvi erstmals urkundliche Erwähnung. Ab dem 19. Jahrhundert wurde aus dem ruhigen Fischerdorf durch ausgedehnte Industrieansiedlungen eine Arbeiter- und Industrievorstadt. Buckau war in ganz Deutschland durch seine Unternehmen wie Krupp-Gruson, Schäffer und Budenberg oder Buckau-Wolff bekannt. 1887 wurde Buckau nach Magdeburg eingemeindet.
Nach der politischen Wende begann in Buckau das Sterben der Großbetriebe. Die Menschen verließen in Scharen den Stadtteil. Zurück blieb eine marode Gebäudesubstanz in einem reizvollen Umfeld, dass vor allem durch die idyllische Elblage gekennzeichnet war und ist. 1997 wurde die Trendwende geschafft. Zahlreiche Häuser wurden saniert oder neu gebaut. Besonders die Wohngebiete in der Bleckenburgstraße und Jutta-Balk-Straße wurden zu bevorzugten Wohngegenden in Elbnähe. Heute ist Buckau ein städtisches Sanierungsgebiet und als Urban 21-Fördergebiet deklariert und damit Empfänger von Fördergeld aus Brüssel.
Der Wohnwert wird heute vor allem durch die Industriebrachen beeinträchtigt. Wo früher Betriebe produzierten befinden sich heute Freiflächen oder dem Zerfall preisgegebene Werkhallen. Rettung ist nicht in Sicht. Für Buckau spricht das große Kulturangebot. Mit dem Volksbad, Puppentheater, Gewächshäusern, Gesellschaftshaus, Literaturhaus oder Factory-Club verfügt der Stadtteil über eine Reihe von Anziehungspunkten. Mit dem Klosterbergegarten und dem lang gestreckten Elbufer ist es auch einer der grünsten Gegenden in Magdeburg.
Statistische Angaben
Größe: 219,8 ha
Einwohner: 4.324
Bevölkerungsdichte: 21,7 E/ha
Durchschn. Alter: 37,2 Jahre
Jugendquote: 27,1%
Altenquote: 15,5%
Frauenanteil: 49,7%
Ausländeranteil: 13,9%
(Quelle: 40 Viertel im großen Test, Sonderdruck „Mein Magdeburg“ der Magdeburger Verlags- und Druckhaus GmbH)
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