Leipziger Strasse – die südliche Vorstadt
Der Stadtteil "Leipziger Straße" wird durch seine vielfältigen Wohnkonzepte geprägt. Da gibt es mehrgeschossige geschlossene Wohnbausiedlungen aus der Zeit vor und nach dem 1. Weltkrieg, Plattenbauweise an der Semmelweisstraße, Bertolt-Brecht-Straße und Schilfbreite, villenartige Ein- und Zweifamilienhäuser im Nordwesten zwischen Wiener Straße und Fermersleber Weg und das "Lenné-Viertel" mit seinen Villen die zwischen 1898 und 1905 von Bankiers, Industriellen und Regierungsbeamten gebaut wurden.
Zum Stadtteil gehören die Medizinische Fakultät der Otto-von-Guericke Universität, der Südfriedhof und ein Industriegebiet zwischen Dodendorfer Straße und Eisenbahngelände. Große Bereiche dieses Gebietes liegen seit der Wende brach und warten auf neue Impulse. Hier liegt auch die "Insel", ein Wohnquartier das nach dem Bau des Kruppwerkes Jahrzehnte nur über eine Holzbrücke über die Bahnschienen erreichen konnte.
Besonders die Verkehrsinfrastruktur ist hervorragend entwickelt. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und auf den ausgebauten Straßen kann man sich hervorragend durch den Stadtteil bewegen. Mit zahlreichen Märkten und der Edelweisspassge ist der Handel im Stadtteil zahlreich vertreten. Der Freizeit- und Erholungswert ist mit Haus KLE, Technikmuseum und zahlreichen ansässigen Sportvereinen vielfältig.
Getrübt wird das Bild durch den verwahrlosten Kristallpalast und der geringen Attraktivität für junge Leute. Es gibt keinen einzigen Kinder- oder Jugendklub bei einer der höchsten Jugendquoten in der Stadt.
Statistische Angaben
Größe: 335,6 ha
Einwohner: 13.957
Bevölkerungsdichte: 45,6 E/ha
Durchschn. Alter: 46,9 Jahre
Jugendquote: 20,4%
Altenquote: 37,9%
Frauenanteil: 53,8%
Ausländeranteil: 5,0%
(Quelle: 40 Viertel im großen Test, Sonderdruck „Mein Magdeburg“ der Magdeburger Verlags- und Druckhaus GmbH)
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