Salbke – beliebtes Laubenviertel
In einer Schenkungsurkunde von Otto dem Großen wurde Saltbeke 937 erstmals erwähnt. Damals wurde das Dorf dem Kloster Mauritius vermachte. 1840 wurde das Feld zwischen Salbke und Westerhüsen mit Industriegebäuden bebaut – das Fischerdorf wandelte sich zum industriell geprägten Vorort. Der alte Dorfkern ist im Grundriss aber um die Kirche herum noch deutlich erkennbar. 1910 wurde Salbke eingemeindet. Kurz vor dem 1. Weltkrieg entstand im Winkel zwischen den Eisenbahnstrecken nach Schönebeck und Halle die Gartenstadt Lüttgen-Salbke als Werkssiedlung.
Salbke leidet heute unter der vielbefahrenen Hauptstraße Alt Salbke. Doch bietet Salbke mehr außer verlassenen Industriebetriebe oder unsanierten Wohnbauten. Der alte Dorfkern ist rund um die St. Gertrauden-Kirche gut erhalten. Auf dem Pfarrhof befindet sich sogar einer der letzten drei Taubenhöfe der Stadt. Der Stadtteil verfügt über eine sehr gute medizinische Versorgung. Salbke ist durch seine Lage an der Elbe ein grüner Stadtteil. Es ist zudem Magdeburgs drittgrößter Kleingartenstadtteil. Auf 671 028 Quadratmeter suchen 1016 Kleingärtner Erholung. Die Ruhe ist eine Stärke des Viertels. Dagegen ist die Auswahl im Bereich Kultur ("Gröninger Bad") eher gering.
Statistische Angaben
Größe: 774,1 ha
Einwohner: 4.120
Bevölkerungsdichte: 5,9 E/ha
Durchschn. Alter: 44,3 Jahre
Jugendquote: 20,3%
Altenquote: 24,7%
Frauenanteil: 49,4%
Ausländeranteil: 1,1%
(Quelle: 40 Viertel im großen Test, Sonderdruck „Mein Magdeburg“ der Magdeburger Verlags- und Druckhaus GmbH)
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