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FDP Wahlprogramm zur Kommunalwahl 2004 in Magdeburg
- Schwerpunkt 3 -
Schulen mit Qualität und Profil
Magdeburgs Schulen befinden sich im Umbruch. Die FDP ist seit Jahren für bessere Rahmenbedingungen der Schulen in Sachsen-Anhalt eingetreten. Seit sie an der Landesregierung von Sachsen-Anhalt beteiligt ist, wurden eben diese Rahmenbedingungen verwirklicht. Dazu gehören:
- Bildungsauftrag der Kindertagesstätten,
- Einführung der Grundschule mit verlässlichen Öffnungszeiten, d.h. ohne verpflichtende Anwesenheit außerhalb des Unterrichts,
- Stärkung der Kernfächer (wie Deutsch, Mathematik) in allen Schulformen,
- Fremdsprache ab Klasse 3,
- landesweite Vergleichsarbeiten in ausgewählten Fächern (Deutsch, Mathematik, erste Fremdsprache), um auch den Leistungsvergleich zwischen den Schulen zu ermöglichen,
- Profilierung der Sekundarschule,
- Abschaffung der Förderstufe und
- Einführung des Abiturs nach 12 Jahren.
Die FDP setzt sich dafür ein, dass Magdeburg auch in Zukunft ein vielfältiges Angebot an schulischen Bildungseinrichtungen vorzuweisen hat. Private Träger bereichern die Bildungslandschaft maßgeblich. Die FDP unterstützt auch die Überführung der Volkshochschule in eine private Trägerschaft.
Die Investitionen für die Sanierung der Schulen sind auf die nach dem Schulentwicklungsplan zu erhaltenden Gebäude und Ausrüstungen zu konzentrieren.
Schule ist ein Mittelpunkt des sozialen Lebens. Schule bietet Raum für vielfältiges Bürgerengagement. Sie gewinnt, wenn sich möglichst viele für sie interessieren und in der Schule mitmachen, nicht nur Lehrer, Schüler und Eltern. Die FDP fordert Schulen mit Profil. Das heißt im Einzelnen:
- Schulprogramme zur Aufwertung des Schulstandorts und zur Zusammenarbeit von Lehrern, Schülern und Eltern,
- bessere Zusammenarbeit zwischen Kindertagesstätten und Grundschulen,
- Einführung einer Fremdsprache - z.B. als Arbeitsgemeinschaft - bereits
- ab Klasse 1,
- bessere Förderung leistungsschwacher Schüler und Forderung Hochbegabter,
- Öffnung der Schuleinzugsbereiche zur Förderung des Wettbewerbs zwischen den Schulen und zur besseren Berücksichtigung des Elternwillens,
- Ausbau von Schulpartnerschaften, auch zu Unternehmen.
Die FDP setzt sich für neue Ideen ein, die die Schulen stärker öffnen und Gesellschaft und Schule intensiver miteinander verbinden:
- Hilfestellung bei der Einrichtung einer Schulbuchbörse für Magdeburg,
- Förderung projektorientierten Unterrichts durch Einbeziehung außerschulischer Lernorte,
- Qualifizierung des berufsvorbereitenden Unterrichts (z.B. durch Einrichtung einer zentralen Praktikumsbörse für Magdeburg),
- Verbesserung der Arbeit mit neuen Medien (z.B. durch einen Technik-Beirat an der Schule),
- Pflege von Schultraditionen durch Aufbau und Pflege von Kontakten zu "Ehemaligen",
- Nutzung der Schulräumlichkeiten durch Externe (z.B. Vereine),
- Verbesserung der Zusammenarbeit von Schulen.

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