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FDP Wahlprogramm zur Kommunalwahl 2004 in Magdeburg

- Schwerpunkt 4 -

Hochschulstadt Magdeburg

Magdeburgs Hochschulen sind wichtige Arbeitgeber. Sie sind ein zunehmend wichtiger Teil des wissenschaftlichen und kulturellen Lebens der Landeshauptstadt. Die Otto-von-Guericke-Universität und die Hochschule Magdeburg-Stendal haben ihre Position im Wettbewerb der Hochschulen in den letzten Jahren weiter ausgebaut. In nationalen und internationalen Ranglisten der Qualität in Lehre und Forschung stehen einige Fakultäten auf Spitzenplätzen. Trotz zunehmend schwieriger Haushaltslage nutzen die Magdeburger Hochschulen ihre Chancen, eigenständige Profile in Forschung und Lehre zu entwickeln und Studenten aus dem In- und Ausland anzuziehen. Die wissenschaftlichen Leistungen der Hochschulen und der hochschulnahen Institute – wie Fraunhofer-Institut oder Max-Planck-Institut – haben den guten Ruf des Wissenschafts- und Forschungsstandorts Magdeburg neu begründet. Dies gilt es,

  • durch eine bessere Abstimmung zwischen den Entscheidungsträgern des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorts und
  • durch eine bessere Partnerschaft der Hochschulen mit den Unternehmen der Region und den Bürgern der Stadt weiter zu festigen.
In Zeiten harter Sparzwänge hat die Landesregierung mit dem Instrument „Globalhaushalt“ der Universität zugleich Freiheit und Verantwortung über ihre Finanzen in die Hand gegeben. Die bestehenden Spielräume müssen genutzt werden. Die FDP spricht sich für eine Konzentration und Profilierung der Hochschulen im nationalen und im internationalen Wettbewerb aus.

 

Was bei den Magdeburger Hochschulen fehlt, ist eine stärkere Präsenz in der Stadt selbst und im kulturellen Leben. Magdeburg ist noch nicht zu einer wirklichen Universitätsstadt geworden, in der Studenten und Hochschulen eine wesentliche Rolle im städtischen Leben spielen. Dazu bedarf es ergänzender Maßnahmen, die eine stärkere Einbindung der Hochschulen in das städtische Leben ermöglichen. Daher fordert die FDP

  • verbesserte Zusammenarbeit von den Schulen und Hochschulen der Stadt,
  • Entwicklung von Gesprächs- und Vortragsreihen, die gezielt aktuelle Fragen der Stadtentwicklung Magdeburgs bzw. aktuelle gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Fragen aufgreifen,
  • bessere Zusammenarbeit von Stadtverwaltung, Landesregierung und Bürgern mit den Hochschulen,
  • Erleichterung von Unternehmensgründungen im Hochschulumfeld,
  • Vernetzung von Hochschul- und Stadtbibliothek und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen,
  • den Erhalt des Instituts für Musik an der Otto-von-Guericke-Universität, um dessen positiven Einfluss auf das Kulturangebot und die musikalische Erziehung junger Menschen in Magdeburg und der gesamten nördlichen Region Sachsen-Anhalts auch in Zukunft zu sichern,
  • Partnerschaften zwischen Hochschulen, Unternehmen und Bürgern für das Kulturzentrum „Kaserne Mark“ und für weitere Projekte.

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Wahlprogramm zur Kommunalwahl 2004 (PDF, 70kb)