Logo FDP Magdeburg

Vielen Dank

für Ihre Stimme

 

02_FDP_MD_Banner

Schüler aus Wilhelmshaven besuchen die Landeshauptstadt: "Magdeburg ist voll genial"

Veröffentlicht am , Autor:

Besuch aus Wilhelmshaven in Magdeburg: Die Schüler vom Sozialkunde-Leistungskurs der 12. Klasse des Gymnasiums am Mühlenweg wollten sich einmal in der Elbestadt umsehen und mit Magdeburgern Kontakt suchen. Die meisten waren zum ersten Mal im Osten – und absolut positiv überrascht.

„Als wir am Mittwoch aus dem Zug gestiegen sind, war das schon toll – die gesamte Innenstadt ist so neu und sauber. Einfach genial!“ berichtet Thorge Koehler von seinen ersten Erfahrungen. Der 17-Jährige und seine Mitschüler hatten ein dreitägiges Mammutprogramm vor sich, um Magdeburg kennen zu lernen. Auf Anregung ihres Lehrers Werner Launhardt, der schon seit 1983 regelmäßig nach Magdeburg kommt und zusammen mit Heinz-Josef Sprengkamp von der Magdeburger FDP die Fahrt organisiert hat, suchten sie nach den Spuren der Ost-West-Unterschiede. Gleich am Mittwochabend ging es in den Dom zur Nachtführung. Am Donnerstag stand die aktuelle Landespolitik Sachsen-Anhalts auf dem Programm, z.B. im Gespräch mit Dr. Lydia Hüskens, Parlamentarische Geschäftsführerin der FDP-Landtagsfraktion, und Jens Bullerjahn, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion. Am Freitag sprachen die Schüler mit Kommunalpolitikern aller Parteien, darunter Carola Kaufmann, Vorsitzende des FDP-Ortsverbandes Nord.

Dabei gab es keinen parteipolitischen Streit, sondern „vernünftige Gespräche“, erzählen sie. Besonders prägend war dabei der Besuch in Olvenstedt. „Die Probleme dort sind groß. Aber wir finden das freiwillige Engagement der Bürger toll – in dem Maße gibt es das bei uns nicht“, lobt Henning Pape, 17. Seine Heimatstadt Wilhelmshaven hat ähnliche Probleme wie Magdeburg. Durch die Verlagerung des Marinestützpunktes der Bundeswehr nach Rostock und die Schließung großer Werften ist die Arbeitslosigkeit sehr hoch. Viele Jugendliche sehen dort keine Zukunft mehr.
Besonders beeindruckt waren die Wilhelmshavener vom Einstein-Gymnasium, wo sie mit den Schülern sprachen. „So eine tolle Schule gibt’s bei uns nicht“, schwärmt Stefanie Reher.

Und man verstand sich hervorragend. „Dabei haben die Einsteiner schon schlechte Erfahrungen mit uns Wessis gemacht. Hoffentlich hat unser Besuch das wieder ausgeglichen“, fügt sie hinzu. Die Schüler aus Ost und West trafen sich sogar abends zum Kneipenbummel. „Das war klasse. Hier gibt es viel mehr Kneipenleben und so viele Studenten, eine viel offenere Atmosphäre“, sind sich die Wilhelmshavener einig.

Am Samstag besuchten die Schüler zunächst das FDP-Bürgerbüro, wo Martin Kramer, ev. Pfarrer und Konsistorialpräsident i.R., über die Rolle der Kirche in der DDR und die friedliche Revolution 1989 in Magdeburg in eindruckvoller Weise referierte. Dann stand ein Besuch in der Gedenkstätte am Moritzplatz auf dem Programm. Was im ehemaligen Untersuchungsgefängnis der Stasi zu DDR-Zeiten passierte, ließ viele Schüler schaudern. So schlimm hatten sie sich das nicht vorgestellt. Für Ablenkung sorgte der anschließende Besuch auf dem Weihnachtsmarkt, und abends ging es ins Kabarett Zwickmühle.

Gefallen hat die Stadt offenbar allen Schülern. „Ich könnte mir vorstellen, hier zu studieren“, sagt Thorge. Und fügt hinzu: „Bei unserer Generation gibt es eh kein Ost-West-Denken mehr. Das sind mehr Klischees in den Zeitungen“, findet er. „Wir brauchen nach wie vor die Begegnung von jungen Leuten aus Ost und West. Nur so lässt sich die viel beschworene ‚Einheit in den Köpfen‘ herstellen“, sagte Organisator Sprengkamp am Ende des Besuches – der hoffentlich nicht der letzte war.

Quelle: Magdeburger Volksstimme vom 24.11.2004.


Das Programm der Wilhelmshavener Schüler in der Übersicht:

Besuch der Klasse 12 des Gymnasiums am Mühlenweg Wilhelmshaven
in Magdeburg vom 17.11.2004-21.11.2004 – Programm

Mittwoch, 17.11.2004

Anreise,
Eintreffen in Magdeburg mit dem IC um 18.58 Uhr
Einquartierung in der Jugendherberge in der Leiterstr. ca. 19.30-20 Uhr

Zur Begrüßung: "Magdeburger Impressionen" - PowerPoint-Präsentation von Heinz-Josef Sprengkamp

Abendessen

Domführung bei Nacht
Beginn: 21.30 Uhr

Donnerstag, 18.11.2004
LANDESPOLITIK IM FOCUS

8.30 Uhr – 9.45 Uhr: Gespräch mit Dr. Lydia Hüskens, Parlamentarische Geschäftsführerin und Finanzpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt
Ort: FDP-Landtagsfraktion, Domplatz, 39104 Magdeburg, Raum B 007
Tel. (0391) 5606000 und 5606016

10 Uhr – 12 Uhr: Gespräch mit Dr. Hans-Joachim Gottschalk, Staatssekretär im Ministerium für Wohnungsbau und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt
Ort: Ministerium für Bau und Verkehr, Turmschanzenstraße 30, 39114 Magdeburg
Tel. (0391) 5677510

Mittagessen

14-15 Uhr: Gespräch mit Jens Bullerjahn, Fraktionsvorsitzender der SPD-Landtagsfraktion
Ort: Landtag Sachsen-Anhalt, Domplatz 1, 39104 Magdeburg, Raum: B011

17-18 Uhr: Heinz-Josef Sprengkamp: Wahlkampf in Magdeburg - hinter die Kulissen geschaut

Abendessen

Freitag, 19.11.2004
KOMMUNALPOLITIK IM FOCUS

SOZIALER BRENNPUNKT ODER LEBENSWERTER STADTTEIL –
Leben in Olvenstedt

9.30 Uhr: Gespräch mit Matthias Gehrmann, BI Olvenstedt,
Büro der Bürgerinitiative Olvenstedt

11.25 Uhr-13.05 Uhr: Round-Table-Gespräch mit Schülerinnen und Schülern des Einstein-Gymnasiums Magdeburg

13.10 Uhr: Mittagessen im Einstein-Gymnasium

15 Uhr: Bürgerengagement und politische Arbeit im Stadtteil
Carola Kaufmann, Vorsitzende des FDP-Ortsverbandes Nord
Eva von Angern MdL, Vorsitzende des PDS-Stadtverbandes Magdeburg
Rainer Löhr, Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion

18 Uhr: Abendessen, danach:

19 Uhr: Kneipenbummel, dabei Gespräch mit
Sven Haller (stv. Landesvorsitzender der Jungen Liberalen) und Paul Gerhard Stieger, stv. SPD-Stadtverbandsvorsitzender: Politisches Engagement junger Leute

Samstag, 20.11.2004

9 Uhr: Gespräch mit Martin Kramer, ev. Pfarrer und Konsistorialpräsident i.R., Publizist; langjähriger FDP-Kommunalpolitiker, u.a. Vorsitzender der FDP-Stadtratsfraktion in Magdeburg
10 Uhr: Besuch der Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg für die Opfer politischer Gewaltherrschaft 1945-1989 - Besuch der Ausstellungen
"Justiz in der DDR" und "Der 17. Juni 1953 in Magdeburg"

12.30 Uhr Danach Mittagessen und Zeit zum Stadtbummel

20 Uhr: Politisches Kabarett

Manche mogeln heiß - Das 13. Programm der „Magdeburger Zwickmühle“

Sonntag, 22.11.
Abreise