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Kolloquium zum Reformationsjubiläum - eine Initiative der FDP-Ratsfraktion

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Herr Nitsche verwies dabei auch auf die Vielzahl der Aktivitäten, die bereits vom Stadtrat ausgegangen sind wie bspw. die Durchführung der Tourismusmesse German Travel Mart 2016 (GTM)in Magdeburg und die Einbeziehung der „Schwedenstraße“ – ebenfalls FDP-Initiativen!
reformationskolloquium
Olaf Ahrens, Dr. Karlheinz Kärgling, Dr. Christiane Schulz, Dr. Tobias von Elsner, Dr. Stefan Rhein, Birgit Dittmar, Rainer Nitsche
Herr Ahrens, Geschäftsführer der MMKT, die das Kolloquium organisiert hatte, moderierte dies überaus interessante Veranstaltung. Gastredner waren u.a. Herr Dr. Rhein, Leiter der Gedenkstelle „Luther 2017“, Frau Birgit Dittmer, verantwortlich bei der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) für Luther 2017, Pfarrerin Dr. Christiane Schulz, Projektmanagerin Luther 2017 der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM).
Herr Dr. Rhein informierte auch über die verschiedenen Handlungsfelder, die in der Arbeit der Gedenkstelle wichtig sind. Neben Bauinvestitionen zählen dazu auch der Tourismus, Lutherdiskurse und das Thema Bildung. Anliegen ist es, Luthers Spuren in den Schulen präsenter werden zu lassen.
Die verantwortliche Vertreterin der DZT stellte dar, dass Sachsen-Anhalt und auch Magdeburg bereits attraktive Urlaubsangebote bereit halten, aber für die 400 Millionen evangelischen Christen und 80 Millionen Lutheraner weltweit durchaus noch weitere Ideen hinzu kommen können. Interessante Ausstellungen und Veranstaltungen zählen dazu. Die Straße der Romanik, der Elberadweg und der Kongress- und Tagungsstandort Magdeburg sollten ihre Angebote mit Luther 2017 und 500 Jahre Reformation verbinden. Eine große Chance sieht sie in über das Internet buchbaren Angeboten für Familien, der Beteiligung an der Website der DTZ und der GTM 2016 in Magdeburg. Dabei sollte beachtet werden, dass die Produkte auch eine Nachhaltigkeit aufweisen, d.h. sich auch später in den Tourismuskalendern wieder finden.
Dieses Thema griff auch Frau Dr. Schulz von der EKM auf. Es sei wichtig, dass das Jahr 2017 nicht in einem großen Mittelalterspektakel ende. Was verbinden die Bürgerinnen und Bürger mit Martin Luther, mit der Reformation? Was wissen die heutigen Menschen über den großen Reformator, der „den Menschen Freiheit und Autonomie von einer starren und übermächtigen Kirche“ – wie es in einem Diskussionsbeitrag formuliert wurde – gebracht hat? Der sagte, man solle der Volks aufs Maul schauen und nicht auf die lateinischen Buchstaben in der Bibel, die er dann ins Deutsche übersetzte. Frau Dr. Schulz verwies nachdrücklich auf die Bedeutung der Einbeziehung der Bevölkerung in die Projekte.
Vertreter des Magdeburger Stadtarchivs und des Kulturhistorischen Museums informierten im Anschluss über Vorhaben dieser Einrichtungen während der Lutherdekade.
Die anschließende Podiumsdiskussion griff eine Vielzahl der bereits angesprochenen Themen auf. Als Forderungen kann man zusammenfassend formulieren:
- Es wird eine größere Breite in der Kommunikation angeregt – die Reformation ist Kommunikation, sie kam mit dem damals neuen Medium Buchdruck; auch wir leben in einer Zeit, in der sich die Kommunikationsstrukturen schnell umschlagen und erneuern.
- Jede Möglichkeit ist zu nutzen, Luther und die Reformation mit der Stadt zu verbinden, um sowohl nachhaltig als auch wirtschafts- und imagefördernd zu arbeiten.
- Man sollte den Preis „Das unerschrockene Wort“ nutzen.
- Man kann ein Lutherforum Magdeburg schaffen, in dem neben Wissenschaftlern, städtischen Institutionen und Verwaltung auch die Kirche, Bildungsträger, Vereine und Organisationen mitarbeiten.
Die FDP-Ratsfraktion, die das Thema „Reformationsjubiläum 2017 - auch in Magdeburg“ seit drei Jahren aktiv mit Ideen und Anregungen begleitet, wird diese Forderungen aufnehmen und sie in den Magdeburger Stadtrat tragen.
Kolloquium 23.4.10  Einladung